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Der Wolf bist Du selbst – Orakel zum roten Raben #37

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Etwas frustriert uns zutiefst und wir sind entschlossen, dies in den nächsten Tagen zu ändern. Wir greifen nach unserem Speer und ziehen los um es nach unserem Willen zu „richten“.

Es ist diese Sorte von Entscheidungen, die aus dem Affekt heraus getroffen werden und uns absolut folgerichtig erscheinen: „Der Wolf hat mein Schaf gerissen, also gehe ich los und töte den Wolf.“ Aber am Ende der Geschichte wünsche wir uns, besser noch einmal darüber nachgedacht zu haben: „Ooops, der Wolf ist nicht alleine …“

Mag sein, dass Du Dich jetzt in Deiner Haut wohlfühlst und alles im Blick hast – auch den eingangs erwähnten Frust. Aber was, wenn Du die Veränderung, die der sprichwörtlichen Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt, auslöst, übersiehst? Dann verwandelt sich Deine Selbstsicherheit in Überheblichkeit und Dein Weitblick in einen Tunnelblick. Dann sitzt und in der Falle und triffst falsche Entscheidungen.

Der Wolf aus dem Beispiel, tut nur das, was Wölfe eben so tun. Was hat Dich so weit getrieben, dass die Tat des Wolfes einen Mord rechtfertigen würde? Kurzum:

Warum bist Du so frustriert?

Es gibt niemals nur einen einzigen Ausweg. Unser Ehrgeiz erlaubt es uns meistens nicht, die notwendigen Schritte rückwärts zu gehen, um ein besseres Bild der Lage zu bekommen. Solltest Du am Wochenende also in die Situation geraten, keine andere Option zu sehen, als den Wolf den Pelz die Ohren zu ziehen, bleib gelassen. Denn was immer Du dem bedauernswerten Wolf antun wirst, wirst Du Dir wahrscheinlich selbst antun.

***

Ich wünsch Euch ganz viel Gelassenheit und Achtsamkeit.
Das Video dazu gibt es hier

 

von JamesVermont
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Über den Autor

JamesVermont aus Klagenfurt am Wörthersee ist Gestalter, Autor, Trommler und Vater 2er Kinder.

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